Plitvicer Seen

plitvicka jezeraDieses Naturphänomen ist 1949 fürs Naturschutzgebiet erklärt worden. Plitvicka jezera liegen zwischen zwei waldreichen Bergmassiven Mala Kapela und Pljesivica. Mit ihrer Fläche von 240 km2 gehören sie zu den größten Naturschutzgebieten in Kroatien, und wegen vieler Besonderheiten und ihrer wissenschaftlichen Bedeutung sind sie auch eines der bekanntesten Schutzgebiete Europas.

Der Nationalpark ist für seine kaskadenförmig angeordneten Seen weltbekannt, von denen an der Oberfläche derzeit 16 sichtbar sind. Diese bildeten sich durch den Zusammenfluss einiger kleiner Flüsse sowie durch unterirdische Karstzuflüsse. Die entlang einer Fließrichtung angeordneten Seen sind durch natürliche Barrieren voneinander getrennt, eine Besonderheit und ein Merkmal von einzigartigen Naturvorgängen. Die besonders labilen Travertin-Barrieren entstehen durch ein Wechselspiel von Fließwasser, Luft und Vegetation.

Die unterschiedlichen klimatischen Einflüsse, sowie der große Höhenunterschied innerhalb des Schutzgebietes bewirken eine besonders vielfältige Flora und Fauna. Im Nationalparkgebiet sind vor allem viele endemische Arten vorzufinden.

Plitvicka jezera im engeren Sinne ist eine Gruppe von 16 sich stufenweise anenanderreihenden großen Seen und mehreren kleinen Seen. In Plitivicki Ljeskovac begegnen sich Flüsse Crna und Bijela rijeka, die die größere Matica bilden, die nach einem Kilometer in den größten See Proscansko mündet. Proscansko See liegt auf einer Höhe von 636 m. Aus ihm gelangt das Wasser durch andere Seen schließlich in den Fluß Korana, und an ihrem Weg stürzt sie über viele Rauchwackenbarrieren ab, wodurch unzählige malerische Wasserfälle und Wildwässer entstehen, deren Farben von smaragdgrün bis türkisblau varieren. Der Fluß Korana fängt im Ort Sastavci an. In seinem oberen Teil befindet sich der 72 m hohe Wasserfall Plitvice, der größte der Plitvicka jezera.

Galovacki buk ist der schönste und bekannteste Wasserfall in der Gruppe der oberen Seen. Zu den Natursehenswürdigkeiten des Naturschutzgebietes gehören unter anderem auch die zahlreichen Höhlen und Abgründe. 1979 ist das Naturschutzgebiet Plitvice ins UNESCO-Weltverzeichnis des Naturerbes eingetragen worden.

Die außerordentliche Schönheit der Seen und der Wasserfälle, das Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt, Wälder und Bergluft, Rudern, gute Hotels und Restaurants sind die Gründe, warum Plitvice jährlich von mehr als einer Million Besuchern bewundert werden.

Die lokale Bevölkerung misst der Bewahrung alter Traditionen großen Stellenwert bei und auch die Tourismuswirtschaft erkennt immer mehr den Wert der Volkskultur. Typisch für die Lika sind niedrige Holzhütten, die mit Roggenstroh oder Schindeln bedeckt waren. Viele Merkmale der damaligen Lebensart spiegeln sich auch in den Trachten der Menschen.

Sie geben Aufschluss über die regionale Zugehörigkeit und die soziale Stellung des Einzelnen. Die Männer durften unter französischer Herrschaft ihre Trachten im Militärdienst verwenden.